Drohendes Hochwasser hielt Wiecker in Atem







Greifswald Steigt es oder steigt es nicht? Dieses Frage hielt bis gestern Abend zahlreiche Einwohner von Wieck sowie 63 Einsatzkräfte von Technischem Hilfswerk, Berufs- und freiwilliger Feuerwehr in Atem. Deichläufer kontrollierten den Wasserstand an den kritischen Punkten, die Feuerwehr legte Sandsäcke vor Hauseingänge. Eigentlich hätten das die Bewohner selbst übernehmen müssen. „Die Anwohner sind verpflichtet, ihr Eigentum zu schützen“, sagte Sabine Strack, Sprecherin des Katastrophenstabes.

Stabsleiterin Senatorin Gabriele Dönig-Poppensieker gab in Gummistiefeln Fernsehinterviews. Journalisten platzierten sie dazu fernsehgerecht an eine der wenigen Stellen, an denen das Hochwasser am frühen Abend bereits eine flache Pfütze in Kainähe gebildet hatte. Der NDR hatte gleich neun Fahrzeuge zum Hochwassereinsatz nach Wieck entsandt.

Offen blieb zunächst, ob die Vorhersage des Bundesamtes für Seeschifffahrt eintritt. Das rechnete mit einem Pegel von bis zu 1,80 Meter über Normal. Ab 1,40 Meter würde das Wasser über die Ufer treten. Der Scheitelpunkt – der Moment, an dem der Wasserspiegel wieder absinkt, wurde für 21 Uhr erwartet.

Manche Beobachter rechneten nicht mit dem Schlimmsten. „Ach, da passiert doch nichts“, sagte Jochen Krüger, Hafenmeister des Museumshafens. Trotzdem kontrollierte er noch einmal, ob alle 14 Schiffe im Hafen auch sicher vertaut waren.

GKW