Schonerbrigg „Greif“ beendete Winterpause
OZ: Montag, 21. März 2005
Mit einer seemännischen Zeremonie wurde am Wochenende die „Greif“
aufgetakelt. Etliche Zaungäste verfolgten und genossen trotz
Kälte das maritime Treiben vor dem Majuwi in Wieck.
Wieck 15 Segel mit insgesamt 570 Quadratmetern Fläche
besitzt die Schonerbrigg „Greif“. Am Sonnabend war es
an der Zeit, sie wieder an die entsprechenden Maste zu bringen, damit
das Schiff auch in diesem Jahr wieder den Ostseeraum befahren kann.
120 Helfer legten Hand an, um das stolze Schiff für die jetzt
beginnende Saison flott zu machen. Eine Aufgabe, die nicht nur viel
Kraft, sondern auch die richtige Koordination durch den Kapitän
Wolfgang Fusch forderte. Lauthals gab er seine Anweisungen.
Das erste Mal Auslaufen wird die „Greif“
traditionell zu Ostern nach Bornholm. Für diese Fahrt sind noch
einige Plätze frei. Bis zum Herbst sind bis jetzt über 40
weitere Ausfahrten geplant. Höhepunkte werden auch in diesem
Jahr wieder die Hanse Sail in Rostock und die Kieler Woche sein. Im
Juli geht die Reise nach Klaipeda zum Baltic Sea Festival.
Kurzzeitig übernahm am Sonnabend Oberbürgermeister Arthur
König das Kommando und rief den Matrosen der „Greif“
entgegen: „Klar zum Setzen der Mars.“ Nur wenige Sekunden
später enthüllte sich den zur Auftakelung des Segelschulschiffs
gekommenen Zuschauern das neue blaue Segel mit den Wasserbläschen.
Wo im letzten Jahr noch das gemeinsame Logo des Olymp-Clubs Rostock
und der Hanse Sail prangten, steht nun O2.
Der Mobilfunkanbieter unterstützt in diesem Jahr das Greifswalder
Flaggschiff. „Die Verbundenheit zu den örtlichen Bereichen
ist uns wichtig“, erklärte Vizepräsident von O2-Deutschland
Jürgen Hegemann. Die Förderbetrag wollte er nicht nennen,
nur so viel, dass es sich um eine „ordentliche Summe“
handelt. Wie wichtig Sponsoren sind, brachte
Klaus Schult, Betriebsleiter des See- und Tauchsportzentrums, auf
den Punkt: „Für die Greif brauchen wir jeden Euro.“
Die Idee zu dem Sponsor hatte der Eldenaer Hans-Jürgen Noak:
„Nachdem ich im letzten Jahr selbst bei einem Turn teilnahm,
dachte ich, dass mein Arbeitgeber gut zu diesem Schiff passen würde.“
Er fragte an und hatte Erfolg.
S. WOLFF Montag, 21. März 2005
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