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Die Geschichte Wiecks Bilder dieser Seite

Die ungefähr 500 x 100 m große, höchstens 2,5 m hohe Erhebung aus Geschiebemergel im Mündungsgebiet des Flusses Ryck wird schon lange von Menschen aufgesucht. Steinäxte aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit zeugen davon.


Bild Copyright Pommersches Landesmuseum.

1248
Der wahrscheinlich noch nicht lange bestehende Ort wird erstmals in den Schriftquellen genannt: „Wico ante claustrum“ im Besitz des unweit gelegenen Zisterzienserklosters Eldena. Noch bis ins 14. Jahrhundert wird ein dänischer und ein slawischer Ortsteil unterschieden: die „Denschewic“ („Vicus danicus“) und die „Wendesche Wic“ („Slavica villa“).

1297
Die Stadt Greifswald benötigt einen besseren Vorhafen am Meer und erwirbt deswegen vom Kloster Eldena einen Streifen Land an der Nordseite der Ryckmündung. Seitdem ist das Dorf in zwei Herrschaftsbereiche geteilt. Um die genaue Abgrenzung der „städtischen Wieck“ gab es jahrhundertelangen Streit. Zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert wird die Flussmündung nach Norden verlagert. Die ursprüngliche Mündung ist als flache Senke, beginnend am Eldenaer Mühlenberg, noch heute zu erkennen.

 

 

 

 

Eine Federzeichnung des Ryckmündungsgebietes aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundewrts. Ganz links Greifswald, unten das kloster Eldena. Im Zentrum das Alte und das Neue Tief. In Wieck sind gut zu erkennen die alte Kirche, die Vogtei und daneben das Leuchtfeuer.

1535
In der Reformation werden alle Klöster aufgelöst. Den Klosterbesitz eignen sich die Landesherren an. Das Kloster Eldena wird in ein herzogliches Amt umgewandelt und Wieck dem Kirchenbezirk Weitenhagen zugeordnet.
Im 16. Jahrhundert wohnen im Ort sechs Fischer und ein Fährmann mit ihren Familien. In der heutigen Dorfstraße 2 sitzt der Zollbeamte des Herzogs, an der Stelle des späteren Hafenamts wird die städtische Vogtei eingerichtet. Beide betreiben nebenher noch einen Bierausschank. Die Hafeneinfahrt konnte mit einem im Wasser schwimmenden Balken gesperrt werden. An der Spitze des Nordufers gibt es ein Leuchtfeuer.

1634
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern schenkt seinen Teil von Wieck der Universität Greifswald („Akademisch Wieck“). Kurze Zeit später gerät Wieck zusammen mit ganz Vorpommern als Folge des Dreißigjährigen Krieges unter schwedische Landesherrschaft. Die Schweden errichten zur Sicherung der Ryckmündung aus Backsteinen der Klosterruine Eldena eine Befestigung („Schanze“ im Bereich Am Hafen 9-11; die Gebäude bis 1764 abgebrochen).



Rechts: ein Plan der Wiecker Schanze am Nordufer des Rycks aus dem Theatrum Europäum von Matthäus Merian (um 1660)  
Bild Copyright Pommersches Landesmuseum.



Der Hafen um 1756
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© Pommerngreif 2003